Extrakt-basierte und molekulare Diagnostik bei Fischallergie

A Kuehn, C. Radauer, I. Swoboda, J. Kleine-Tebbe

Research output: Chapter in Book/Report/Conference proceedingChapterpeer-review

Abstract

Fisch ist einerseits elementarer Bestandteil einer gesunden Ernährung und andererseits ein Lebensmittel mit hohem allergenen Potenzial. Zumeist werden allergische Reaktionen durch Parvalbumine, kleine stabile Proteine des Fischmuskels, ausgelöst. Viele Parvalbuminpositive Patienten erfahren klinische Reaktionen auf verschiedene Fischarten, die sich durch kreuzreagierende IgE-Antikörper erklären lassen. Zur IgE-basierten Routinediagnostik sind bislang Fischextrakte sowie zwei rekombinante Parvalbumine erhältlich. Weitere wichtige Fischallergene sind Enolasen, Aldolasen und Tropomyosin aus Fischmuskel sowie Vitellogenin aus Fischrogen, deren Verfügbarkeit für die Diagnostik eine präzisere Analyse des Sensibilisierungsprofiles des Fischallergikers erlauben würde. Bisher gibt es keine spezifische Immuntherapie für Fischallergie, allerdings hat die molekulare Biotechnologie bereits zur Entwicklung erster hypoallergener Moleküle geführt, die eine risikoarme therapeutische Perspektive für die Zukunft bieten.
Original languageGerman
Title of host publicationMolekulare Allergiediagnostik
EditorsJörg Kleine-Tebbe, Thilo Jakob
Place of PublicationBerlin Heidelberg
PublisherSpringer
Pages291-302
Number of pages12
ISBN (Print)978-3-662-45220-2
DOIs
Publication statusPublished - 15 Sep 2015

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